Dieses Jahr wollte ich meinen Balkon nicht nur mit ein paar Kräutern bestücken, sondern den Platz wirklich sinnvoll nutzen. Deshalb steht mittlerweile ein großes Foliengewächshaus mit den Maßen 143 x 143 x 195 cm auf meinem Balkon — und ich muss sagen: Es war eine der besten Entscheidungen für meine kleine Selbstversorger-Ecke, für den Alltag zuhause.
Gerade jetzt im Frühjahr merkt man jeden Tag, wie schnell alles wächst. Das Gewächshaus schützt die Pflanzen nicht nur vor kalten Nächten und starkem Regen, sondern sorgt auch für ein deutlich besseres Klima als draußen auf dem offenen Balkon.
Mein aktueller Bestand im Foliengewächshaus
Mittlerweile ist schon einiges eingezogen und der Platz wird langsam knapp.
Petersilie
Die Petersilie entwickelt sich richtig gut und liefert mir fast täglich frische Kräuter für die Küche. Gerade auf dem Balkon liebe ich Pflanzen, die unkompliziert sind und regelmäßig geerntet werden können.
Porree & Erdbeeren im kleinen Hochbeet
Besonders spannend finde ich die Kombination aus Porree und Erdbeeren im kleinen Hochbeet. Die beiden gelten nämlich tatsächlich als gute Beetnachbarn.
Der Porree kann mit seinem Geruch einige Schädlinge fernhalten, während die Erdbeeren den Boden schön bedecken und dadurch Feuchtigkeit besser gehalten wird. Außerdem nutzen beide Pflanzen unterschiedliche Bereiche im Beet, sodass sie sich gegenseitig kaum Konkurrenz machen.
Bis jetzt funktioniert diese Kombination erstaunlich gut und beide Pflanzen sehen kräftig aus.
Lauchzwiebeln & Möhren im großen Hochbeet
Auch im großen Hochbeet setze ich auf Mischkultur. Dort wachsen aktuell Lauchzwiebeln und Möhren zusammen.
Diese Kombination ist fast schon ein Klassiker im Gemüsebeet. Möhren und Lauchgewächse helfen sich nämlich gegenseitig gegen Schädlinge. Der Geruch der Lauchzwiebeln irritiert die Möhrenfliege, während die Möhren wiederum helfen können, Zwiebelschädlinge fernzuhalten.
Nebenbei sparen beide Pflanzen auch Platz, weil sie unterschiedlich tief wurzeln. Gerade im Gewächshaus ist das Gold wert.
Zwei Salatgurken dürfen klettern
Außerdem wachsen aktuell zwei Salatgurken im Gewächshaus. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln werden, denn Gurken lieben die warme und geschützte Umgebung.
Die ersten Ranken suchen sich bereits ihren Weg nach oben und ich merke jetzt schon, dass ich bald anfangen muss, ordentlich hochzubinden.
Blattmangold als Dauerlieferant
Blattmangold darf bei mir mittlerweile kaum noch fehlen. Er wächst zuverlässig nach und ich kann regelmäßig einzelne Blätter ernten, ohne die ganze Pflanze entfernen zu müssen.
Gerade für kleine Anbauflächen wie Balkon oder Gewächshaus ist das perfekt.
Rosenkohl zieht bald um
Aktuell stehen außerdem noch zwei Rosenkohlpflanzen im Foliengewächshaus. Dort dürfen sie noch etwas kräftiger werden, bevor sie später ins Beet im Kleingarten umziehen.
Auf Dauer wäre das Gewächshaus nämlich zu klein für ausgewachsenen Rosenkohl. Im Kleingarten bekommen sie später deutlich mehr Platz.
Paprika steht schon in den Startlöchern
Zusätzlich ziehe ich momentan noch Paprika vor. Sobald sie groß genug sind, dürfen sie entweder direkt ins Foliengewächshaus umziehen oder vielleicht sogar direkt ins Beet im Kleingarten.
Das entscheide ich ganz spontan — je nachdem, wie sich Wetter und Pflanzen in den nächsten Wochen entwickeln.
Mein Fazit zum Foliengewächshaus
Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, wie viel man auf einem Balkon mit einem größeren Foliengewächshaus anbauen kann. Durch die geschützte Umgebung wachsen viele Pflanzen deutlich entspannter und ich kann die Saison auch etwas verlängern.
Besonders die Kombination aus Hochbeeten, Mischkultur und wärmeliebenden Pflanzen macht für mich aktuell richtig Spaß. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken — und genau das liebe ich am Gärtnern auf kleinem Raum.







