Es gibt kaum etwas Besseres als den Duft von frisch gebackenem Brot in der Küche. Besonders liebe ich es, wenn das Brot abends noch leicht warm angeschnitten werden kann. Genau deshalb bereite ich meinen Teig morgens vor und lasse ihn tagsüber ganz entspannt im Kühlschrank gehen. So kann ich das Brot abends frisch backen und direkt genießen.
Für dieses Rezept verwende ich einen fertigen Natursauerteig, etwas Trockenhefe und Weizenmehl Type 1050. Gebacken wird alles im emaillierten Gusseisenbräter – dadurch bekommt das Brot eine wunderbar knusprige Kruste und bleibt innen schön saftig.
Zutaten
- 500 g Weizenmehl Type 1050
- 75 g Natursauerteig
- 5 g Trockenhefe
- 330–350 ml lauwarmes Wasser
- 10 g Salz
1. Sauerteig und Wasser verrühren
Ich beginne immer damit, den Natursauerteig zuerst mit dem lauwarmen Wasser zu verrühren. Dadurch löst er sich schön gleichmäßig auf und verteilt sich später besser im Teig.
Anschließend gebe ich das Mehl und die Trockenhefe dazu.
2. Den Teig mit Knethaken mischen
Jetzt wird der Teig mit den Knethaken geknetet.
- Erst etwa 5 Minuten langsam
- Danach weitere 5–7 Minuten etwas schneller
Zum Schluss kommt das Salz dazu und der Teig wird noch einmal 2–3 Minuten geknetet.
Der Teig darf ruhig leicht klebrig sein – genau so wird das Brot später schön locker.
3. Erste Gehzeit
Den fertigen Teig decke ich ab und lasse ihn etwa 1,5 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen.
Wer mag, kann den Teig zwischendurch einmal dehnen und falten. Das sorgt später für eine noch bessere Struktur.
4. Formen und über Nacht oder tagsüber gehen lassen
Nach der ersten Gehzeit forme ich den Teig zu einem runden Brotlaib und lege ihn in eine gut bemehlte Schüssel oder ein Gärkörbchen.
Danach wandert der Teig für etwa 8 Stunden in den Kühlschrank.
Das funktioniert wunderbar:
- über Nacht, wenn man morgens backen möchte
oder - tagsüber, wenn man das Brot abends frisch genießen will
Ich selbst mache den Teig meistens morgens fertig und backe ihn am Abend. So kann ich das Brot noch leicht warm essen – und genau so schmeckt es mir am besten.
5. Backen im emaillierten Gusseisenbräter
Bevor das Brot in den Ofen kommt, heize ich den Gusseisenbräter samt Deckel gut vor.
- Ofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen
- Bräter mindestens 20–30 Minuten mit aufheizen
Dann kommt der Teig vorsichtig in den heißen Bräter. Ich schneide die Oberfläche einmal ein, setze den Deckel auf und backe das Brot:
- 20 Minuten bei 240 °C mit Deckel
- Danach weitere 20–25 Minuten bei 220 °C ohne Deckel
Dadurch entsteht die kräftige, knusprige Kruste.
6. Brot direkt aus dem Bräter nehmen und auskühlen lassen
Sobald das Brot fertig gebacken ist, nehme ich es sofort aus dem heißen Gusseisenbräter. So bleibt die Kruste schön knusprig und wird nicht durch die Restfeuchtigkeit weich.
Anschließend lasse ich das Brot auf einem Kuchenrost auskühlen. Dadurch kann die Luft rundherum zirkulieren und das Brot bekommt die perfekte Konsistenz.
Auch wenn es schwerfällt: Ein paar Minuten sollte man dem Brot zum Auskühlen geben. Ich persönlich schneide es trotzdem gerne noch leicht warm an.
Mein Fazit
Dieses Brot ist für mich die perfekte Mischung aus unkompliziert und richtig lecker. Der Sauerteig sorgt für ein tolles Aroma, die lange Gehzeit im Kühlschrank macht das Brot besonders bekömmlich und der Gusseisenbräter liefert eine fantastische Kruste.
Und das Beste: Ein leicht warmes Stück Brot mit etwas Butter am Abend schmeckt einfach unschlagbar.

